Linke im Saale-Orla-Kreis selbstbewusst mit 38 Kandidaten
Die Kreisorganisation Saale-Orla der Partei Die Linke begann den Wahlkampf für den neuen Kreistag.
Schleiz. Für "l(i)ebenswerte Kommunen" steht die Partei Die Linke im Saale-Orla-Kreis laut ihrem Wahlprogramm, das am Sonnabend in Schleiz von 50 Mitgliedern beschlossen wurde. Darin verbindet sie ihre konkreten Politikansätze für die Entwicklung der Kommunen mit Forderungen an die Bundes- und Landespolitik zur Sicherung zukunftsfähiger Kommunen - zum Beispiel durch eine grundlegende Reform der Kommunalfinanzen.
Zur Umsetzung von mehr kommunaler Demokratie wendet sie sich gegen die so genannten Scheinkandidaturen von Bürgermeistern und Landräten und tritt ein für ein Rederecht der Einwohner in den Stadt- und Gemeinderatssitzungen sowie dem Kreistag. Landtagsmitglied Ralf Kalich nahm darauf Bezug, als er sagte: "Wir brauchen stärkere Bürgerrechte; die Bürger haben unter diesem Landrat kaum noch die Möglichkeit mitzureden."
An das Land gerichtet, machte der Kreisvorsitzende Thomas Hofmann unter anderem die Forderung auf: "Die Kindertagesstätten sind eine Landesaufgabe, sie gehören auskömmlich finanziert". Er zog auch die Verbindung zur Bundespolitik und erhielt viel Beifall für seine Feststellung: "Ich bin stolz auf eine Partei, die noch nie Auslandseinsätzen der Bundeswehr zugestimmt hat."
Auch bei der Landtagswahl will Die Linke wieder um zwei Direktmandate kämpfen. Sein Mitgliedsbuch erhielt am Sonnabend der 38-jährige Maik Wolschendorf aus Triptis.
Für den neuen Kreistag hofft Die Linke auf mehr als die jetzigen zehn Sitze. Mit der Nominierung von 38 Kandidaten zeigt sie sich offenbar für alles gewappnet. Mit großer Mehrheit setzte die Mitgliederversammlung auf den Listenplatz 1 Dieter Rebelein aus Neustadt, auf Platz Nr. 2 Hannelore Fleischmann aus Schleiz und auf den dritten Listenplatz Almut Lukas aus Crispendorf.
Es folgen in der Reihenfolge bis Platz 15: Thomas Hofmann , Angelika Dicke, Ralf Kalich, Helga Weithase, Klaus Möller, Barbara Hofmann, Jürgen Fleischmann, Evelin Schöpe, Gunter Schlupeck, Gabi Oertel, Volker Klinghammer, Sabine Adler.

