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Redaktion

Finanzgeschenke des Bundes an Thüringer Kommunen für die Sanierung der Turnhalle Pößneck-Süd einsetzen

Sportanlage in der Griebse - eine bessere Auslastung und Einbindung in das Vereinsleben ist notwendig.

TSV 1858 Pößneck e.V. als Hauptnutzer macht sich große Sorgen über die Zukunft des Objektes // Trägerschaft für Objekt muss in städtische Hand // Gesamtkonzept für Sportzentrum entwickeln

TSV 1858 Pößneck e.V. als Hauptnutzer macht sich große Sorgen über die Zukunft des Objektes


Im Rahmen seiner Touren durch den Wahlkreis 34 mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen besuchte gestern Philipp Gliesing, Direktkandidat der LINKEN zur Landtagswahl am 14. September, die Sportanlagen in der Pößnecker Griebse und den TSV 1858 Pößneck eV. Er war der Einladung des Vereinsvorstandes zusammen mit Vertretern seines Wahlkampfteams gefolgt, um sich vor Ort über die aktuelle Situation im Bereich des Schul-, Freizeit- und Wettkampfsports weiter kundig zu machen.

Neben weiteren aktuellen Fragen, wie die Entwicklung kommunaler Bezuschussung der Vereinsarbeit als sogenannte freiwillige Leistungen und die Zukunft von Beschäftigungs- und Finanzierungsmöglichkeiten im gemeinnützigen Bereich, wurde das aktuell größte „Sorgenkind“ des Sportvereins angesprochen, die Zukunft der Turnhalle Pößneck-Süd in der Straße des Friedens angesprochen.

Diese wird gegenwärtig von drei Sportvereinen, von der Euroschule und von Kindertagesstätten genutzt.  Der TSV ist mit seinen derzeit 12 Abteilungen und knapp 400 Mitgliedern der Hauptnutzer, besonders mit den 36 teils in Bezirksklassen spielenden Tischtennis-Aktiven. Die in der Bundesliga vertretenen Kegler betreiben die im Kellergeschoss befindliche Vier-Bahnen-Anlage.

Im Mai dieses Jahres war dem Verein vom Landratsamt mitgeteilt worden, dass die Immobilie aus der Trägerschaft des Landkreises zum 01.01.2015 herausgelöst werden wird, weil die bisherige Nutzung durch die Staatliche Berufsschule nicht mehr stattfindet.

In einem gemeinsamen Schreiben vom 13. Juni an den Pößnecker Stadtrat hatte der Verein zusammen mit dem Kreissportbund und dem SV Fortuna Pößneck e.V. daraufhin den Pößnecker Stadtrat gebeten, die Übernahme der Trägerschaft durch die Stadt Pößneck zu prüfen und im Interesse des Vereinssports zu unterstützen. Leider sei darauf bisher keine Reaktion erfolgt.

Auch nach der Übernahme der Immobilie 1990 durch den Landkreis Pößneck investiert der Verein und erbringt regelmäßig Pflege- und Instandhaltungsleistungen. So errichteten und finanzierten die Kegler einen Gebäudeanbau mit ca. 30 Tausend Euro. Die nötigen Aufwendungen zur überfälligen Sanierung des Gebäudes könne jedoch der Verein nicht aufbringen. Bei einem Vor-Ort-Termin mit dem Landratsamt vor drei Jahren waren bereits erhebliche Sicherheitsmängel festgestellt worden. Neben den Sanitärbereichen müsse besonders das Dach der Turnhalle dringend noch vor dem nächsten Winter saniert werden.

„Durch die vom Bund für die nächsten drei Jahre zusätzlich in Aussicht gestellten Finanzmittel in Höhe von 23 Millionen Euro für Thüringer Kommunen wird auch der Kreishaushalt entlastet, so dass die dringend notwendige Sanierung der Immobilie finanziert werden kann.“, meint Philipp Gliesing mit Verweis auf die jüngsten Berichte in der OTZ.

Er werde sich dafür einsetzen, dass auch mit der Unterstützung der  LINKEN im Kreistag und im Pößnecker Stadtrat ein tragfähiges Übertragungs- und Nutzungskonzept zeitnah erarbeitet und umgesetzt wird. Es dürfe nicht passieren, dass den Pößnecker Vereinen und Einrichtungen diese Möglichkeit der sportlichen Betätigung verloren geht. 

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