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Foto: WKB Laura Wahl

Wahlkreisbüro Laura Wahl

Lückenschluss im Höllental

Thüringer Landtagsabgeordnete besichtigen stillgelegte Strecke zwischen Hölle und Blankenstein

Thüringer Landtagsabgeordnete besichtigen stillgelegte Strecke zwischen Hölle und Blankenstein

Als verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag hat die Abgeordnete Laura Wahl am vergangenen Sonntag im Rahmen ihrer Sommertour zur gemeinsamen Wanderung im Höllental von Hölle in Bayern bis nach Blankenstein in Thüringen geladen. Geführt wurde die Gruppe von Fritz Sell vom HOELLENNETZ e. V., der sich bereits seit vielen Jahren für die Reaktivierung der Strecke engagiert. Von ihm haben die Teilnehmenden mehr über die Historie sowie die Möglichkeiten der Wiederbelebung der alten Trasse erfahren.

Mit Ralf Kalich, Abgeordneter der Linken im Landtag, Vertretern vom Fahrgastverband Pro Bahn, der DB und weiteren Interessierten waren zahlreiche Bahnexpert*innen dabei, die gemeinsam die Reaktivierungsmöglichkeiten für die Strecke erörterten.

"Der Mehrwert für die in den Regionen lebenden Menschen durch einen Lückenschluss im Personennahverkehr liegt auf der Hand. Nicht nur würden damit bessere Zugverbindungen nach Süden und Norden möglich, sondern auch zahlreiche Anwohner vom lautstarken LKW-Verkehr entlastet", erklärte Wahl.

Die Holz- und Zellstofftransporte der Firma Mercer Rosenthal müssen aufgrund der sechs Kilometer fehlendem Gleis aktuell bis zu 200 Kilometer Umweg über Saalfeld zurücklegen. In eine Verladestation hat das Unternehmen bereits mehrere Millionen Euro in Vorleistung investiert. Bei einer Reaktivierung der Bahnstrecke könnte eine weitere schnell folgen. “Für den Klimaschutz und die wirtschaftliche Förderung der Region ist die Erfordernis eines Ausbaus also klar gegeben”, ressümmiert Wahl.

Auf der Wanderung wurde die Strecke genau inspiziert. Der naturschutzfachliche Eingriff sei aufgrund der bestehenden Widmung der Strecke als gering zu bewerten, so der Vertreter von Pro Bahn. Im Vergleich zu anderen stillgelegten Strecken in Deutschland wäre dies eine der wichtigsten Reaktivierungen, um die Resilienz des Südthüringen Schienennetz zu stärken. Bund und Land müssten hier endlich eine Lösung finden.

Und wie geht’s nun weiter? Das Verkehrsministerium lässt aktuell acht Bahnstrecken mit gleicher Methodik untersuchen, wusste Ralf Kalich der Gruppe abschließend zu berichten. Die Ergebnisse sollen im Sommer 2023 vorliegen. Sowohl Kalich als auch Wahl sehen bei der Höllentalbahn hohe Chancen, dass die Studie für die Reaktivierung weiteren Rückenwind bringt.


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